logo

ALTDEUTSCHE WURZELN TREFFEN AUF KOREANISCHEN PÄCHTER

In der ehemaligen Restaurant-Kneipe in der Oststraße in Düsseldorf wird seit etwa 10 Jahren authentisches, koranisches Essen serviert, nämlich im heutigen Pozang Matcha. An der alten Theke, das Herzstück der Kneipe, und an weiteren 4 Tischen hatten 27 Gäste einen Sitzplatz. Während der Umbauphase von 15 Tagen stand plötzlich eine betagtere Dame im Eingang. „Ich kenn das Finanzämtche schon seit fast 60 Jahren. Die letzte Renovierung ist jetzt etwa 53 Jahre her. Wurde auch mal Zeit!“ – waren ihre Worte und dann verliess sie uns schon wieder. 53 Jahre bringen Geschichte und einen gewissen Kult mit sich, dessen waren wir uns bei Hysenbergh bewusst und haben beides in der Konzeptentwicklung berücksichtigt. Neben dem Erhalt von Atmosphäre ging es auch darum, Sitzplätze zu schaffen und den Ablauf durch kürzere Wege zu verbessern.

Umsetzung – mehr Platz, mehr Wirtschaftlichkeit, mehr heute!

Aus 27 Sitzplätzen haben wir 50 gemacht. In Spitzenzeiten mögen es die Gäste offenbar kuschelig. Dann finden schonmal 60 Gäste einen Sitzplatz. Aus ehemals 4 Tischen wurden 9, sowie ein zusätzlicher Wandtresen gegenüber der Theke entstand.

Die Theke ist das Erkennungsmerkmal geblieben, ist jedoch etwas zur Seite gerutscht. Podest und kleine Trennwände flogen raus, wodurch neue Sitzplätzen entstanden. Der ursprüngliche Zustand, wo das Mobiliar einmal stand wurde bewusst im Boden verewigt. Dort wo früher die Theke und Podeste standen haben wir den Boden mit einem Estrich versehen. Dagegen steht der immer noch originale, alte Dielenboden. Die Geschichte ist auch auf dem Boden ablesbar.

Die hölzernen Wände des Pozang Matcha waren im Laufe der letzten Jahre von Gästen bemalt worden. Das war Kult und absolut erhaltenswert. Wir haben die schönsten Gemälde ausgesucht um aus Ihnen Tischplatten für neue Tische herzustellen. Die leeren Flächen wurden mit neuen, jungfräulichen Platten versehen und sind jetzt schon wieder herrlich vollgezeichnet. Wer sich noch verewigen möchte, sollte schnell mal reinschauen.

Die abgehangene Balkendecke sollte vorerst nur lackiert werden. Nachdem wir die Decke ein Stück geöffnet hatten, konnten wir unseren Augen kaum trauen, denn dahinter verbarg sich eine wunderschöne Gewölbedecke umrahmt von originalem Stuck. Die alte Farbe, die seit über 50 Jahre abblättert, wurde vorsichtig anthrazitfarben gespritzt und in ihrer Struktur erhalten. Mit der neuen indirekten Beleuchtung öffnet sich der Raum wunderschön nach oben. Angelehnt an die alte Balkendecke haben wir leichte Stahlträger eingezogen welche ausserdem das Lichtkonzept stützen.

So erhielten wir die Synergie aus altdeutscher Kneipe unter koreanischer Führung. Das Pozang Matcha wurde stilistisch und wirtschaftlich in die heutige Zeit geholt!